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Wärme und Strom vom eigenen Dach

...  ...

- Dacherneuerung als Grundlage für
- Wärme vom Dach zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung und für
- Strom von der Sonne.

Die bisherigen Erträge unserer thermischen Solaranlage sind weiter unten und die Erträge unserer Photovoltaik-Anlage sind hier aufgeführt.

Wer sich mehr für die Problematik der individuellen Nutzung der Sonnenergie  - als Wärme oder als Strom - interessiert, findet hier einige weitere Informationen.



Montag, 24. September 2007

Das Baugerüst wird gestellt. 



Große Stapel Dämmstoff sind angeliefert;

Dienstag, 25. September

Ich verbringe den ganzen Tag damit, im ausgebauten Dachgeschoß und auf dem Dachboden alle Möbel und sonstigen Dinge, die wir nicht wegbringen konnten, mit Folien einzupacken.

Erste Materialanlieferungen erfolgen: Große Stapel Dämmstoff werden auf den Hof gebracht.
Mittwoch, 26. September

Es geht los: Die Dachdeckerfirma kommt mit einem Kran und beginnt, die südliche Hälfte des Daches herunterzureißen. Danach wird diese offene Seite mit Planen abgedeckt.

Abends regnet es etwas, an wenigen Stellen ist die Plane undicht, und ich stelle den ersten Eimer unter.

Hölzer fürs Dach
Dach ohne Ziegel, mit Planen bedeckt. Donnerstag, 27. September

Morgens regnet es, so daß die Dachdecker die Zeit nutzen und  die Innenfutter der Wohndachfenster ausbauen. Danach wird es trockener, und sie reißen die zweite Dachhälfte ab. Die über Dach geführte Brandmauer ist im oberen Bereich locker und muß neu aufgemauert werden - erste ungeplante Zusatzkosten.
Der Außendienstmitarbeiter der Dämmstoffirma kommt und sieht sich das Dach an. Er meint, da die alte Mineralfaserdämmung die volle Sparrenhöhe ausfüllt, sollte diese nicht verbleiben. Die Aufsparrendämmung brauche eine Hinterlüftung. Also: Weitere Zusatzkosten für das Herunterschaffen und Entsorgen der Dämmung.
Am Nachmittag fängt es wieder an zu regnen, die Dachdecker machen das Dach mit Planen regendicht.
Es regnet stärker, und wir müssen mit ansehen, daß die Planen zahlreiche kleine Löcher haben, durch die das Wasser dringt. Es bilden sich auf dem Spitzboden Pfützen und Seen  - wir stellen alle möglichen Gefäße unter, aber so viele haben wir gar nicht, so daß wir auch Decken zum Aufsaugen auslegen. Das Wasser laüft an mehreren Stellen an den Wänden herunter bis ins erste Geschoß - wir können es gar nicht überall aufhalten. Nach neun Uhr abends endet der Regen - es waren 8 mm Niederschlag.

Freitag, 28. September

Vormittags wird begonnen, die Brandmauer zu reparieren. Die Dachdeckerfirma deckt mit zusätzlichen neuen Planen  noch einmal alles ab - diesmal besser, wie wir am Nachmittag feststellen können. Es schüttet zeitweise wie aus Kannen, heute 12  Liter pro Quadratmeter. Wir haben deutlich weniger Wassereindringstellen. Nur am Schornstein läuft allerhand herunter. Wir binden Decken um den Schornstein herum, welche das Wasser aufsaugen sollen. Zum Abend hin endet der Regen erst einmal.





Eingedrungenes Wasser, das an den  Dachsparren herunterläuft, läßt sich aufhalten, wenn  alte Decken oder ähnliche Materialien so an den Dachsparren befestigt werden, daß sie die Feuchtigkeit aufsaugen.
Dieser Stein sollte die Plane festhalten, wurde aber auf ein Fensterbrett geschleudert.

Tiefdruckgebiet über Mitteldeutschland am Freitag



Regen dringt nicht nur am Schornstein ein.










Tiefdruckwirbel über Mitteldeutschland am Sonnabend

Sonnabend, 29. September

Nach Mitternacht neuer Regen mit starkem Wind. Wir können nicht schlafen, gehen immer nach den Wassereindringstellen  sehen. Nach drei Uhr klettere ich mit Taschenlampe und Werkzeug aufs Gerüst und nagele in strömendem Regen losgerissene Planen wieder fest: Trotz Beschwerung mit großen Ziegelsteinen hat sich eine Plane losgerissen und hat dabei einen der Steine auf ein Fensterbrett eine Etage tiefer geworfen.
Gegen neun kommen unsere Dachdecker und legen die Abdeckplanen noch einmal besser fest. Von Mitternacht bis Nachmittag regnet es 19 mm!



Sonntag, 30. September

Das Tiefdruckgebiet ist weg - für die neue Woche deutet sich besseres Wetter an, so daß wir mit einem guten Baufortschritt rechnen können.
Der Wasserstand der Mulde, der kurzzeitig die Alarmstufe 1 überschritten hatte, sinkt.

Muldepegel kurzzeitig bei Alarmstufe 1.

Montag, 1. Oktober

Bei Sonnenschein gehen die Arbeiten zügig voran: Die Brandmauer wird fertig gemauert, und alle Dachlatten sind entfernt. Nun kann auch der Bauschutt, 
der beim Wegnehmen der alten Dachziegel auf den Dachboden gefallen ist, beseitigt werden.
Übrigens sind meine Folien, mit denen ich alles auf dem Dachboden eingewickelt hatte, von den ersten Windstößen, die hereinbliesen, nachdem das Dach offen war, zu großen Teilen weggerissen worden. Ich hätte erstens dickere Folien nehmen sollen, und zweitens diese viel besser befestigen müssen ...
Brandmauer repariert, Dachlatten werden entfernt.

Dienstag, 2. Oktober

Es regnet bzw. nieselt den ganzen Tag über. Die Dachdecker packen gegen elf ein und fahren zu einer anderen Baustelle; bei Regen können sie nicht aufs Dach - sie haben heute bei uns nichts verrichten können. Zudem gibt es Schwierigkeiten mit dem Ordnungsamt des Landratsamtes wegen der zeitweisen Nutzung von Fahrbahn und Gehweg durch die Dachfirma.

Mittwoch, 3. Oktober

Tag der Republik mit trockenem und sonnigem Wetter.
Donnerstag, 4. Oktober

An der Traufe werden Vorbereitungen getroffen, um die Dämmplatten der Aufdachdämmung zu verlegen.
Bei den Dämmplatten handelt sich um 120 mm dicke Platten aus Polyurethan-Hartschaum, die beidseitig mit einer Aluminiumfolie kaschiert sind. Über eine Nut-Feder-Verbindung wird eine Reihe überlappend in die andere gesteckt, so daß eine schuppenartige Fläche ensteht, die wind- und wasserdicht ist.
Vorbereitungen an der Traufe für das Verlegen der Dämmplatten.






Freitag, 5. Oktober

Die erste Dachhälfte ist mit dem Unterdach versehen - dort kann es nicht mehr hineinregnen!

    






Montag, 8. Oktober


Mit dem Dachdeckeraufzug werden die Dämmplatten aufs Dach gebracht. Heute wird die Südseite mit den Dämmplatten belegt, leider nochh nicht die vollständige Dachfläche.





Weiterhin wird begonnen, den Sims an der Traufkante mit Naturschiefer zu verkleiden.







Dienstag, 9. Oktober

Das Dach  ist bis zum First zu - nun kann es ruhig mal wieder richtig regnen!
Die Südseite ist eingelattet, Anschlüsse an Schornstein und an Brandwand sind angearbeitet.


Mittwoch, 10. Oktober

Heute vor zwei Wochen war Baubeginn. An die Wettersituation damals darf ich gar nicht denken...

Heute sieht die Welt schon anders aus.








Der Ortgang ist verschiefert, der Schornstein für seine Verkleidung vorbereitet.



Der Trockenfirst ist gebaut und damit nun alles für die Eindeckung vorbereitet.








Entladen der Dachziegel.

Donnerstag, 11. Oktober

Heute kommen die Dachziegel und werden auf dem Fußweg zwischengelagert.
Anschließend wird die straßenseitige Dachhälfte mit den Flachdachpfannen eingedeckt.

Detail an der Traufe.

Freitag, 12. Oktober

Eine Fläche ist schnell mit Dachziegeln bedeckt. Was nicht so ins Auge fällt, sind die vielen kleinen Details und Anschlüsse.





Montag, 15. Oktober

Die Modulfelder werden eingedeckt, und am Anschluß an der Brandwand wird gearbeitet.
Der Schornstein wird mit Platten aus Naturschiefer bekleidet.
Dienstag, 16. Oktober

Die Feinarbeiten gehen weiter voran: Modul- und Kollektorfeld sind  ringsum sauber eingedeckt, das Schneefanggitter im Bereich über dem Hauseingang ist montiert.
Am Schornstein ist ein wärmegedämmtes Dachausstiegsfenster eingebaut worden.
Die erste von drei Dunstrohrabdeckungen ist installiert.
Die Anpassungsarbeiten der Flachdachpfannen um die Module und Kolletoren herum sind sehr aufwendig, da die meisten Ziegel geschnitten werden müssen.
Der Dachfirst ist in großen Teilen fertiggetellt.






Mittwoch, 17. Oktober

Die Arbeiten am Dach neigen sich ihrem Ende zu. Der Schornstein wird fertig beschiefert, auf den Kopf der Brandwand wird eine Abdeckung aus Titanzink angebracht, das zweite Dachausstiegsfenster neben der Satellitenantenne wird eingebaut.
Neben den Dachausstiegsfenstern werden Tritte eingebaut.

Donnerstag und Freitag

Es wird mit dem Einbau der Wohndachfenster begonnen.



Montag 22. Oktober bis Freitag 26. Oktober

Es gibt größere Schwierigkeiten mit dem Einbau der Dachflächenfenster, insbesondere der beiden großen mit Aufkeilrahmen.
Die alte Verblechung  paßt nicht mehr und muß in Handarbeit neu angefertigt werden. Auf den zweiten Aufkeilrahmen verzichten wir - dafür ist nun die Öffnung in der inneren Gipskartonverkleidung im Zimmer zu groß und ich muß diese, wenn dann die Handwerker fertig sein werden, in Ruhe selbst reparieren.
Am Donnerstag sind zwei Fenster fertig eingebaut, eingedeckt und mit neuem Innenfutter versehen.
Am Freitag ist ein weiteres Fenster komplett eingebaut und mit Innenfutter versehen, die Baustelle ordentlich beräumt. Gute Arbeit!



Die Dacharbeiten sind beendet; Schneefanggitter, Dachausstiege mit Tritten, Schornsteinverkleidung, Ortgang, Wohndachfenster, Dachrinne, First - alles fix und fertig - ein Schmuckstück.
Das Baugerüst muß noch für den Maler stehenbleiben, der beginnt, die Fassade mit einem neuen Anstrich zu versehen.
 
Momtag 29. Oktober bis Sonnabend 4. November

Wir sind in der sechsten Woche der Bauarbeiten. Das Wetter ist meist trübe und regnerisch mit viel Nieselregen. Der Maler kommt zwar wegen des schlechten Wetters nicht ganz so gut voran wie gewünscht, kann aber am Sonnabend mit dem letzten Pinselstrich abschließen.
Die Blitzschutzexperten verlegen ihre Fangstäbe und Leitungen und klemmen alle Blechbauteile, die sich auf dem Dach befinden, an die Blitzschutzanlage mit an.
Zu Beginn der siebenten Woche der Arbeiten erfolgt die Bauabnahme des Daches, unmittelbar danach wird das Gerüst abgebaut.
Leider vergessen die Gerüstbauarbeiter, in etwa sechs Metern Höhe
mitten in der Giebelwand ein Dübelloch der Gerüsthalterung zu verschließen ...




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Montag, 1. Oktober

Es tut sich etwas im Heizraum: Zwei Behälter für die Speicherung des von den Solarkollektoren erwärmten Wassers werden aufgestell. Der linke Pufferspeicher in nebenstehender Abbildung ist mit 100 mm Dämmstoff versehen, die an dem rechten Speicher  noch angebracht werden muß.

Leider ist die Tür zum Heizraum zu klein, um einen einzigen großen Pufferspeicher hineinbringen zu können. So muß ich mit zwei kleineren Behältern mit jeweils 500 Litern Fassungsvermögen vorlieb nehmen. Zwei kleine Behälter können zwar nicht so effektiv wie ein großer speichern, aber es muß auch so gehen.
Die beiden Pufferspeicher werden "nach Tichelmann" angeschlossen - damit wird gewährleistet, daß beide stets gleichmäßig beladen und entladen werden.

Die Zirkulationsleitung, die von den Kollektoren auf dem Dach zu den Speichern im Heizraum im Keller verläuft, wird in einem nicht mehr genutzten  Schornstein  verlegt, wodurch keine Deckendurchbrüche erforderlich sind.





Dienstag, 2. Oktober

Die Klempner der Solarfirma arbeiten am Nachmittag für etwa
zwei Stunden  im Heizraum.
Mittwoch, 3. Oktober

Tag der Republik.


Donnerstag, 4. Oktober

Die zwei Pufferspeicher werden miteinander verrohrt, und das zugehörige Ausdehnungsgefäß wird installiert.

Freitag, 5. Oktober

Keine weiteren Aktivitäten.

Montag, 8. Oktober

... wie Freitag.



Dienstag, 9. Oktober

Die Verrohrung der Pufferspeicher untereinander und mit dem Heizkessel wird fortgesetzt.

In den Kreislauf zwischen Heizkessel und  Brauchwasserspeicher wird ein automatischer Mischer eingebaut, der die Wärmeverteilung zwischen Heizkreislauf und Wassererwärmung regelt.




Zwischen Pufferspeicher und  Heizkessel wird ein Dreiwegeventil eingebaut, welches zur Rücklaufanhebung des Heizkreises bei ausreichender Temperatur im Pufferspeicher solar erwärmtes Wasser in den Heizkessel einspeist.




Warmwasserspeicher



Mittwoch, 10. Oktober

Ein neuer Warmwasserspeicher, ein Solarspeicher, wird aufgestellt. Dieses ist ein Warmwasserspeicher, der speziell für die solare Erwärmung des Warmwassers konstruiert ist.
Damit verbunden war die komplette Veränderung der Leitungsführung vom und zum Heizkessel.
Donnerstag, 11. Oktober

Im Heizungsraum wird die Umwälzpumpe für die Solarflüssigkeit installiert.

Die geplant Installation der Kollektoren erfolgte heute nicht.
Umwälzpumpe für die Solarflüssigkeit




Freitag, 12. Oktober

Heute kommen die Kollektoren aufs Dach. Geplant sind 6 Stück mit einer Fläche von je etwa 2 m². Als sie oben sind, wundere ich mich über den wenigen Platz, der für die restlichen Dacheinbauten bleibt. Sollte ich mich verplant haben? Nachdem ich dann selbst auf dem Dach rumkraxle und die Kollektoren noch einmal nachmesse und mir genauer ansehe, stelle ich fest, daß die montierten Kollektoren tatsächlich größer als die geplanten sind und eine Fläche von je 2,5 m² aufweisen - es ist ein anderer Typ. Dadurch habe ich drei Quadratmeter mehr Kollektorfläche ohne Aufpreis - dagegen ist nichts einzuwenden. Allerding können wir von Glück reden - wir, das sind sowohl der Klempner als auch ich - daß mit etwas Reserve geplant war. Anderenfalls hätten wir jetzt beide jeder ein Problem gehabt ...

Montag, 15. Oktober

Den ganzen Tag über arbeiten die Klempner an der Verbindung der Kollektoren untereinander und an der Eindeckung des Kollektorfeldes.




Dienstag, 16. Oktober

Im Heizraum sind jetzt alle Rohrleitungen verlegt. Das ist ein Wirrwarr: zu den ursprünglichen für die konventionelle Heizung notwendigen ist noch einmal die gleiche Menge an Rohrleitungen gekommen, welche die Wärme vom Dach an den Solarspeicher und an die Pufferspeicher verteilen.
Alle diese Rohrleitungen werden noch gut gegen Wärmeverluste gedämmt.
Mittwoch, 17. Oktober

Heute wird die Verrohrung der Kollektoren auf dem Dach mit den Speichern im Heizraum beendet, der Solarkreislauf mit Solarflüssigkeit, die bis -30 °C frostsicher ist, aufgefüllt, das Steuer- und Anzeigegerät montiert und alle elektrischen Verbindungen hergestellt. Am Abend wird die Anlage in Berieb genommen.


Donnerstag, 18. Oktober

Obwohl relativ schlechtes Wetter ist, können wir die erste Solarwärme ernten. Im Heizraum sind nur noch geringe Restarbeiten zu erledigen.

Montag, 22. Oktober

Ein fehlendes Umschaltventil wird eingebaut, so daß jetzt die solare Wärme auch in die Pufferspeicher gelangen kann - wenn mal sonniges Wetter wird: zur Zeit ist es nur bedeckt und trübe ...

Montag, 29. Oktober 2007

Der gestrige Sonnenschein hat den Pufferspeicher auf 37 Grad aufgeheizt, heute ist die Temperatur des Puffers auf 40 Grad gestiegen. Und am Abend, als alle Räume einigermaßen aufgeheizt sind, ist zum ersten Mal die Rücklaufanhebung  angesprungen. Zwar mit nur sehr geringer nutzbarer Temperaturdifferenz - aber immerhin: Die Anlage funktioniert!
Dienstag, 30. Oktober

Die letzten Arbeiten im Heizraum werden erledigt. Eine neue Umwälzpumpe, welche ihre Leistung dem tatsächlichen Durchfluß durch die Heizkörper anpaßt, wird eingebaut - damit wird auch weniger Betriebsstrom verbraucht.
Um von der solaren Wärme der Pufferspeicher nur soviel zu entnehmen und dem Heizungsrücklauf zuzumischen, wie gerade gebraucht wird, wird der Mischer in die Steuerung des Heizkessels eingebunden.

Damit ist die Installation der Solaranlage, die uns bei der Bereitstellung von Warmwasser  und insbesondere bei der Raumheizung unterstützen soll, abgeschlossen, und die Funktionsfähigkeit der Anlage ist nachgewiesen.
Nun warten wir auf Sonnenschein, der nennenswerte Erträge erlaubt.
Nach unseren gegenwärtigen Erfahrungen sind die Monate November bis Februar dafür weniger geeignet.
Der Sonnenschein kommt, und ich beobachte die Anlage. Wenn die Temperatur im Kollektor  mindestens 25 °C hat oder mindestens 15 grd über der Temperatur im unteren Bereich des Warmwasserspeichers liegt - diese Temperaturen sind im Steuergerät eingestellt und können frei verändert werden -, schaltet sich die Solarpumpe ein und soll das warme Wasser vom Dach in den Speicher bringen.
Aber das Warmwasser geht in den Puffer und nicht in den Speicher, der Puffer soll aber erst aufgeheizt werden, wenn der Speicher genügend Wärme hat.
Irgendetwas stimmt hier nicht ...

Ich verbringe, sobald die Sonne scheint, Stunden in der "Heizung" -  und das ist in der jetzigen Jahreszeit nur am Wochenende möglich - und beobachte die Anlage und ändere Werte im Steuergerät und studiere die den Geräten beigegebenen Beschreibungen, bis ich mir ziemlich sicher bin: Das Umschaltventil zwischen Speicher und Puffer arbeitet genau verkehrtherum.
Das sollte für den Solaranlagenbauer kein Problem sein, ist es aber für mich: Der Mann ist auf keine Weise zu bewegen, zu uns zu kommen und die Ventilsteuerung zu korrigieren - nicht mit Geld und nicht mit guten Worten. Wie oft habe ich telefoniert - alles ohne Erfolg.
Nach ein paar Wochen bin ich soweit, das Ventil selbst umzuklemmen, aber da mich gerade ein Bandscheibenvorfall quält, traue ich mich nicht, hinter den Warmwasserspeicher zu kriechen, um an die Klemmstelle zu gelangen.

Kurz vor Weihnachten fühle ich mich soweit wiederhergestellt, daß ich mich entschließe, das Umschaltventil zwischen Speicher und Puffer selbst umzuklemmen. Die Sonne scheint gar zu schön, und es wurmt schon, daß man die Wärme im Kollektor nicht nutzen kann - immerhin bis zu über 50 °C. Also tausche ich den schwarzen Draht mit dem braunen - und siehe da: Jetzt erst läuft die Anlage korrekt.
Es ist schon ein angenehmes Gefühl, bei frostigem, aber klarem Wetter die vom Dach kommende Leitung mit Solarflüssigkeit anzufassen und sich dabei fast die Finger zu verbrennen ...






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Dienstag, 2. Oktober

Für die Netzeinspeisung des mit den Solarmodulen erzeugten Stroms brauchen wir vom Energieversorgungsunternehmen einen Einspeisezähler. Mit einem Installationsbetrieb, der Photovoltaikanlagen baut, haben wir die notwendigen Formalitäten zur Netzverträglichkeitsprüfung und Einspeisung geklärt.

Ein neuer Hausanschlußkasten war erforderlich und wurde im Keller schon vor einigen Wochen als Ersatz für den früheren gesetzt.

Da ich leider nur etwas über 2 kW einspeisen werde, brauchen sowohl das Hausanschlußkabel als auch das Kabel vom Hausanschlußkasten zum Zählerschrank nicht erneuert zu werden. Das wäre ein beträchtlicher Aufwand gewesen, den wir uns dadurch ersparen können.

Der Einspeisezähler muß in einen neuen DIN-gerechten Zählerschrank. Also raus mit dem alten Holzkasten, und rein mit dem neuen Schrank. Über kurz oder lang wäre das ohnehin mal  notwendig geworden.

Heute wird also der neue Zählerschrank gesetzt.
Leider funktioniert nach Abschluß der Arbeiten die Klingelanlage des Hauses nicht mehr.

An der Elektrik für den Solarstrom wird erst dann weitergearbeitet werden, wenn die Photovoltaikmodule auf das Dach gebracht werden.
Ansicht nach Abbau des alten Zählerschrankes.

Neuer Zählerschrank.





[Photovoltaikmodule sind montiert.]

Donnerstag, 11. Oktober

Die Photovoltaikmodule werden montiert.
Es sind 9 Stück, jedes mit einer Spitzenleistung von 233 Wp, das sind zusammen knapp 2,1 kW.
Die Module sind empfindlich, die Montageanleitung schwer verständlich, die Monteure ungeübt - sie brauchen den ganzen Tag dafür; Restarbeiten an der Abdichtung der Eindeckrahmen bleiben für morgen.
Die Module werden während der Montage elektrisch miteinander verbunden, und die Anschlußleitung wird durch die Dachhaut ins Innere des Hauses geleitet.
Das Eindecken des Modulfeldes mit Dachziegeln erledigen später die Dachdecker.


Freitag, 12. Oktober

Der Wechselrichter, eigentlich richtigerweise Inverter genannt, wird installiert und elektrisch sowohl mit den Modulen auf dem Dach als auch mit dem Stromnetz verbunden. Der Einspeisezähler fehlt noch; erst wenn dieser eingebaut ist, können wir Strom "ernten".
Der Wechselrichter ist ein kompaktes Gerät mit beträchtlichem Gewicht, welches sowohl die Leistungselektrik für die phasengenaue Umwandlung des Gleichstroms in "gewöhnlichen" Wechselstrom enthält als auch einen kleinen Computer für die Steuerung, Auswertung, Anzeige und Fehleranalyse. Im Lieferumfang ist eine CD mit einer Software enthalten, die es ermöglicht, über eine RS232-Schnittstelle zahlreiche Daten auszulesen und auszuwerten.
Die Klingelanlage funktioniert nun auch wieder.


Dienstag, 16. Oktober

Weil ich vergessen habe, für die Bereitstellung des Einspeisezählers 95 € als Vorkasse zu überweisen, kommt der Zähler noch nicht.
Montag, 29. Oktober

Heute ist der große Tag: Am Nachmittag wird der Einspeisezähler, in unserem Fall ein Drehstromzähler, eingebaut; leider ist der Himmel bedeckt, und die abendliche Dunkelheit naht. Trotzdem: der Zähler dreht sich - der erste Strom, wenn auch sehr wenig, wird in das Netz eingespeist!

Dienstag, 30. Oktober

Den ganzen Tag  bedeckt und regnerisch; Ertrag heute: eine Kilowattstunde.

Mittwoch, 31. Oktober

Das Wetter heute ist ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken - der Ertrag daraus sind 7 Kilowattstunden.
Der Ertrag von sieben Kilowattstunden ist eine Ausnahme gewesen - in dem derzeitigen regnerischen Novemberwetter erzielen wir Erträge von etwa einer halben bis zu etwa drei Kilowattstunden am Tag.
Dabei soll man nicht vergessen, daß es sich bei der Leistung von etwa zwei Kilowatt (genau: 2,09 kW als Nennleistung sind installiert) um eine sehr kleine Anlage handelt!
Wir sind gespannt, wie sich der Ertrag im nächsten Jahr entwickeln wird ...




Erträge

Ertrag der Photovoltaikanlage

Um die Erträge (unterschiedlich großer) Anlagen miteinander zu vergleichen, scheint es sinnvoll, als Bezugsgröße die installierte Leistung zu benutzen.
Die Nennleistung der installierten Module beträgt insgesamt 2,09 kW (Kilowatt).
Als Maßeinheit wird hier verwendet:  kWh/(kW*d), das heißt kWh je kW installierter Leistung pro Tag.

kWh/(kW*d)
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
Januar
1,3
1,0
0,4
1,0
0,8
0,4
1,0
0,8
0,8
1,3
Februar
2,1
1,3
1,6
2,2
1,7
0,7
2,6
2,5
1,6
1,9
März
2,8
2,1
3,0
3,8
3,1
2,4
3,1
3,0
2,3

April
3,4
5,0
4,2
4,1
4,1
3,4
4,3
4,5
4,0

Mai
4,7
4,5
3,0
5,0
4,9
3,4
k. A.*
4,3
4,7

Juni
4,8
3,7
4,9
4,5
4,0
4,1
k. A.*
4,5
4,6

Juli
4,1
4,2
4,8
3,6
4,3
5,3
4,1
4,5
4,1

August
3,4
4,5
3,0
3,9
4,2
3,8
3,9
4,6
4,4

September
3,1
3,3
3,2
3,5
3,8
3,2
2,9
3,3
4,0

Oktober
2,4
1,9
3,0
3,5
2,4
2,1
2,4
2,1
1,0

November
0,9
1,4
0,8
2,3
1,2
1,1
1,5
1,4
0,7

Dezember
0,8
0,7
0,0
0,5
0,8 1,1
0,6
1,2
1,3

Jahr gesamt
2,83
2,83
2,68
3,19
2,96
2,59
2,50*
3,07
2,88

Jahr gesamt absolut kWh
2164
2160
2044
2431
2263
1978
1904
2344
2201

    * Wechselrichter war defekt und mußte ersetzt werden.

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Ertrag der Solarkollektoren

Grundlage ist die Anzeige am Steuergerät. Die Anzeige am Steuergerät ist leider nicht an den Standort der Anlage angepaßt, sondern hat nur die Werkseinstellung.
Im Winter wird nicht aller möglicher Ertrag erfaßt, da oftmals die Pufferspeicher nicht warm genug werden für die Aktivierung der Rücklaufanhebung.
Im Sommer wird nicht aller möglicher Ertrag genutzt, da die Heizung keine Wärme abnimmt, wenn die Puffer voll sind.

kWh
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
Januar
k. A.
292
86
270
246
156*
265
216
247
349
Februar
k. A.
286
390
548
470
119*
633
589
381
466
März
k. A.
503
718
1034
870
589
883
770
595

April
k. A.
1460
1217
1147
1058
864
1123
1061
946

Mai
k. A.
1041
721
1265
1189
767
870
975
1132

Juni
1056
821
1099
983
900
928
985
1018
1050

Juli
1000
889
1073
796
940
1222
918
916
874

August
817
1105
636
1004
932
881
856
1005
995

September
683
749
851
1100
900
809
794
759
909

Oktober
646
480
818
675
550
439
619
557
482

November
103
359
246
645
323
251
386
361
181

Dezember
192
157
2
179
208
255
144
347
308

Jahr gesamt
-
8144
7857
9637
8586
7380*
8376
8684
8100

    * Solarspeicher defekt und mußte ersetzt werden.


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Weitere Informationen:
Informationsportal für Solarwärme: www.solarwaerme-jetzt.de.
Eine Beispielanlage mit Online-Datenerfassung und -darstellung findet man auf der Seite solar4me.
Selbstveratändlich bin ich auch selbst gern bereit, unsere Anlagen zu erläutern - soweit ich das vermag - und bei größerem Interesse diese auch einmal zu zeigen.

Weitere Anlagen auf dieser Netzseite: Coforum-Seite http://coforum.de/?4982

Jährlich findet im April der "Tag der erneuerbaren Energien" statt - zahlreiche Anlagenbetreiber  stellen Interessierten ihre Solaranlagen, Windkraftanlagen usw. vor. Wir haben uns am 25. April 2009 mit beteiligt  und hatten 14 "echte" Besucher. 

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